Milchzahn und Co.

Alles für
Ihr Kind

Unsere kleinen Patienten sind uns besonders ans Herz gewachsen. Mit unserem Kinderprophylaxe-Programm legen Sie den Grundstein für ein gesundes Gebiss Ihres Kindes – und dies bereits mit dem ersten Milchzahn.

Vorsorge in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft verursacht die Hormonumstellung extreme Veränderungen im Körper der werdenden Mutter. Die regelmäßige zahnärztliche Kontrolle schon mit Beginn der Schwangerschaft ist daher äußerst wichtig für Sie und die gesunde Entwicklung Ihres Kindes. Haben Sie Fragen? Gerne beraten wir Sie. ➞ Direkt-Links

Vorsorge bei Babys und Kleinkindern – der erste Zahnarztbesuch

Am besten kommen Sie bereits zu einem Besuch zu uns, wenn Ihr Kind ca. 6-8 Monate alt ist. Dies ist ungefähr der Zeitpunkt, wenn die acht Frontzähnchen durchbrechen.

Bei diesem ersten Besuch wird im Mund Ihres Kindes nicht viel passieren. Wir werden Sie hingegen ausführlich z.B. zur Zahnpflege und zur zahnfreundlichen Ernährung beraten. Je früher Sie mit Ihrem Kind zur ersten Kontrolle kommen, umso besser kann es sich an die halbjährigen Untersuchungen gewöhnen. ➞ Direkt-Links

Milchzähne sind wichtig!

Stehen die Zähne richtig zueinander, kann Ihr Kind gut abbeissen und seine Nahrung vernünftig für eine gute Verdauung zerkleinern. Nur wenn die Schneidezähne gerade übereinander stehen, ist eine fehlerfreie, deutliche Aussprache möglich. Lispeln ist z.B. die Folge zu früh verlorener Milchzähne.

Milchzähne halten den Platz für die bereits im Kiefer angelegten bleibenden Zähne. Deshalb sollten Milchbackenzähne bis zum 11./12. Lebensjahr erhalten bleiben. Kommen Sie nicht erst dann zu uns, wenn Ihr Kind ein Loch oder Schmerzen hat. Der Zahnarztbesuch sollte eine „ganz normale Sache“ sein, damit Ihr Kind keine Ängste entwickelt und die erste Reparatur-Behandlung ohne Tränen erfolgen kann. ➞ Direkt-Links

Tipps vorm ersten Zahnarztbesuch

Mit dem Mund kann man soviel machen! Lachen, sprechen, die Lippen zusammen pressen, singen, pfeifen, küssen und essen!

Ihr Kind sollte wissen, dass es ganz normal ist, sich mit diesem Bereich zu beschäftigen und ihn anderen Menschen zugänglich zu machen. Wecken Sie die Neugierde Ihres Kindes auf das Erlebnis "Zahnarztbesuch".

Bei uns darf Ihr Kind selber Zahnarzt spielen und z.B. das eigene Kuscheltier untersuchen. Gestalten Sie den Tag des Zahnarztbesuches frei von Belastungen und sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Kind ausgeruht sind. Vermeiden Sie beruhigend gemeinte Formulierungen wie "Du brauchst keine Angst zu haben, es tut bestimmt nicht weh." Falls Ihr Kind fragt, ob eine Zahnbehandlung weh tut, ist es viel geschickter zu antworten, dass die meisten Kinder sagen, es würde kitzeln.

Trotz aller Vorbereitungen ist ein Zahnarztbesuch für Ihr Kind neu und ungewohnt. Deshalb werden wir behutsam und schrittweise vorgehen, um Ihr Kind in die Behandlungssituation einzuführen. Versprechen Sie bitte keine Belohnungsgeschenke! Gerade Dinge, die sich Ihr Kind möglicherweise sehr wünscht, setzen es bei der Behandlung zu stark unter Druck.

Je weniger Aufhebens Sie von der Angelegenheit machen, desto besser. Selbstverständlich ist Ihre Anwesenheit im Behandlungszimmer willkommen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnarzt ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche und angenehme Behandlung. Es kann aber auch sein, dass ein Kind sich zu sehr auf die Eltern fixiert, wenn sie im Zimmer anwesend sind. In solchen Fällen ist es besser, die Kinder alleine in das Behandlungszimmer gehen zu lassen. Ihr Kind wird daran wachsen, wenn es den Zahnarztbesuch alleine meistern darf, so wie es auch alleine zum Kindergarten geht. ➞ Direkt-Links

Zähneputzen mit Kindern

Beginnen Sie mit dem Zähneputzen, sobald der erste Zahn durchgebrochen ist. Denn selbst Muttermilch, Breie und Säfte enthalten Zuckerarten, die zu Karies führen können. Zudem akzeptieren Kinder das Zähneputzen besser, je früher sie sich daran gewöhnen. Bitte kaufen Sie eine weiche Kinderzahnbürste. Tauschen sie sie aus, sobald die Borsten anfangen schräg abzustehen. Da Kinder häufig mehr auf den Bürsten herumkauen als sich damit die Zähne putzen zu lassen, werden Sie viele Zahnbürsten benötigen.
Für Babys eignen sich auch Fingerhütchen mit Kunststoff-Borstenfeld. Ab ca. 3 Jahren kann Ihr Kind auch eine elektrische Kinderzahnbürste verwenden. Die meisten Hersteller haben Ihre Kinderzahnbürsten in Altersgruppen unterteilt, die sich in der Größe des Borstenfelds und der Länge und Dicke des Griffs unterscheiden.

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) empfiehlt Kinderzahnpasta mit Fluorid. Diese enthält 500 ppm Fluorid (diese Zahl finden Sie auf der Zahnpastatube. Zahnpasta mit mehr als 500 ppm Fluorid sollten Sie erst ab dem Alter von ca. 6 Jahren verwenden.
Tragen Sie eine kleine Menge (erbsengroß) Zahnpasta mittig auf die Zahnbürste auf. Es macht nichts, wenn Ihr Kind etwas Zahnpasta „isst“ oder noch nicht ausspucken kann, da die Fluoridmenge die verschluckt wird, sehr gering ist. Sobald die Milchfrontzähne durchgebrochen sind, putzen Sie bitte 1 Minute 1-2x täglich. Sobald der erste Backenzahn durchgebrochen ist, müssen Sie zweimal täglich putzen, da in den Fissuren der Backenzähne leicht Nahrungsreste hängen bleiben und Karies entstehen kann. Ab dem vollständigen Milchgebiss (=20 Zähne) ist 2x täglich 2 Minuten Zähneputzen Pflicht!

Anfangs müssen die Eltern die Hauptputzarbeit leisten bzw. nachputzen! Erst wenn Kinder gut schreiben können, die Schrift rund und schön ist, ist die Motorik der Hand ausgeprägt genug, um alle Zähne wirklich sauber zu putzen. Das ist in der Regel erst im Alter von ca. 8 Jahren. Weil „learning by doing“ meist besser funktioniert als Putzen nach Anweisung, laden wir Sie mit Ihnem Kind gerne zum gemeinsamen Putztraining ein. ➞ Direkt-Links

Tipps und Tricks beim Zähneputzen

Zähneputzen ist nicht einfach, weder für Ihr Kind noch für Sie. Wenn Ihr Kind nicht die Zähne putzen möchte, ist es sehr wichtig, dass Sie konsequent sind. Bitte denken Sie daran, dass Ihr Kind später darunter leiden wird, wenn die Mundhygiene nicht gut ist und Löcher entstehen.
Manche Kinder lassen sich leichter zum Zähneputzen animieren, wenn Sie etwas „Spannendes“ dabei geboten bekommen: z.B. eine blinkende Zahnbürste oder eine elektrische Bürste, die Musik spielt. Manchmal hilft es auch eine kleine Geschichte zu erzählen. Meist macht das Zähneputzen allen mehr Spaß, wenn die Kleinen und die Großen sich gleichzeitig die Zähne putzen! ➞ Direkt-Links

Zahnverfärbungen bei Kindern

Verfärbungen an den Zähnen können sehr unterschiedliche Ursachen haben und sind immer ein Grund, einen Zahnarzt aufzusuchen. Es kann sich um hartnäckige Zahnbeläge handeln. Der sogenannte Black Stain ist ein Zahnbelag, der bei Kindern und Jugendlichen mit einer Häufigkeit von bis zu 10% vorkommt. Die Ursache sind sogenannte chromogene (pigmentbildende) Bakterien. Oft verschwinden diese Beläge, wenn die bleibenden Zähne kommen. Mache Kinder behalten Sie bis ca. zum 15. Lebensjahr. Black Stain ist ärgerlich, aber kein Grund für Sorgen. Da Kinder aber unter solchen Belägen leiden können, vielleicht gehänselt werden, führen wir auf Wunsch eine professionelle Zahnreinigung der (Milch-)Zähne durch. Bei Zahnverfärbungen kann es sich auch um Karies handeln. Auch bei sehr kleinen Kindern ist es wichtig, dass kariöse Zähne rechtzeitig behandelt werden!

Verfärbungen können auch von einem Zahnunfall herrühren. In dem Fall muss abgeklärt werden, ob eine Behandlung notwendig ist. Auch bestimmte Medikamente oder genetisch bedingte Zahnentwicklungsstörungen können Verfärbungen der Zähne verursachen. In den letzten Jahren kommen Verfärbungen durch gestörte Mineralisierungsprozesse immer häufiger vor. Ein Zahn mit unzureichend ausgebildetem Schmelz ist häufig sehr empfindlich gegenüber Wärme oder Kälte sowie chemischen und mechanischen Reizen. Kinder empfinden dann das Putzen als schmerzhaft und tun sich mit der Mundhygiene schwer. Eine besonders gute Mundhygiene ist hier aber erst recht wichtig, damit nicht zu viel der bereits geschädigten Zahnsubstanz verloren geht. ➞ Direkt-Links

Vorzeitiger Milchzahnverlust

Früh verloren gegangene Milchzähne in der Front werden in der Regel nicht ersetzt. Zur Unterstützung der Sprachentwicklung oder aus psychologischen Gründen (wenn ein Kind sich für die Frontzahnlücke schämt oder deswegen gehänselt wird) kann eine Frontzahnprothese angezeigt sein. Wenn Seitenzähne vorzeitig ausfallen oder entfernt werden müssen, ist es sehr häufig sinnvoll einen Platzhalter einzusetzen. Dieser verhindert, dass sich die Lücke verengt und der bleibende Zahn im Durchbruch behindert wird. Platzhalter gibt es herausnehmbar und festsitzend. ➞ Direkt-Links

Die bleibenden Zähne

Zwischen 5 und 7 Jahren wechselt die Milchzahnfront in bleibende Zähne und der Sechs-Jahr-Molar bricht hinter den Milchzähnen durch. Vom 10. bis 12. Lebensjahr fallen die Seitenzähne aus und werden durch bleibende Zähne ersetzt. Es kommen nun noch zwei Backenzähne hinzu, der „Siebener“ und der „Achter“. Letzteres ist auch als „Weisheitszahn“ bekannt. Nun ist das Erwachsenengebiss mit maximal 32 Zähnen komplett. Im jugendlichen Wechselgebiss, also mit den ersten bleibenden Zähnen, führen wir mit Ihrem Kind ein präventives Putztraining mit Färbetests durch. Während der Vorsorgeuntersuchung führen wir Fluoridierungen und Fissurenversiegelungen durch, um die Zähne gegen äußere Einflüsse zu stärken.

90% aller Kinder benötigen eine Zahnspange. Das hat nicht nur ästhetische, sondern oft funktionale Gründe. Gerne beraten wir Sie in solch einem Fall bei der Auswahl eines erfahrenen Kieferorthopäden, mit dem wir gemeinsam für das Erreichen eines schönen und dauerhaft gesunden Erscheinungsbildes sorgen. ➞ Direkt-Links